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Dom-Maus

Die Dom-Maus ist in Bremen genauso bekannt wie die Stadtmusikanten. Man findet sie auf dem Ostchor am Fuße des Portals an der rechten Seitenwand. Die beiden Rundbogenportale an der rechten und linken Seitenwand des Ostchors stammen aus der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts (1060 - 1100) und waren ursprünglich die Eingangsportale außen an der alten Westfront des Doms zum Marktplatz hin. Als um 1220 die heutige Westfront mit 2 Türmen neu errichtet wurde, versetzte man die beiden Portale nach innnen in den Ostchor, weil hier Kapellenanbauten geplant waren.

Die Maus war im Mittelalter ein Symbol für Hexen und Teufel, die - als Bannung des Bösen - am Betreten der Kirche gehindert werden sollten. Parallelen zur Bremer Dom-Maus aus dem 11. und 12. Jahrhundert gibt es u. a. in Moissac (Südfrankreich), Girona (Nordspanien), Salerno (Italien) und Vezelay (Burgund/Frankreich).

Das seit vielen Jahren verbreitete Märchen, dass die Dom-Maus ein "Erkennungszeichen für Handwerker" gewesen sei, ist falsch und kann aus der Literatur nicht belegt werden. Es ist Bremer "Mäuse-Latein"!

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Die Kirchenmaus auf dem Hochchor
Die Dom-Maus auf dem Ostchor